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Ein Leitfaden zur persönlichen Ermächtigung auf dem Golfplatz

Golf ist ein sehr erotisches Spiel

Über Eier, Schläger, Handicaps und die tiefe Psychologie des Mannes auf dem Fairway.

XXIV Kapitel ca. 12 Min. Lesezeit Lesen ↓
Kapitel I

Ein erotisches Spiel

Golf ist ein sehr erotisches Spiel. Auf dem Golfplatz versammeln sich Männer zu einer symbolischen Neuaufführung eines Triebs, der sich tief in den Genen unserer Urahnen verankert hat. Jahrtausende zurück in die Savanne, wo der Kerl mit dem größten Knüppel das meiste Mammutfleisch nach Hause brachte. Und die meisten Kinder zeugte. Das hat sich nicht geändert. Nur der Knüppel heißt jetzt Driver, und das Mammut heißt Handicap.

Wer das nicht glaubt, sollte sich mal samstags früh auf dem Abschlag 1 postieren und beobachten, was passiert, wenn vier Männer mit ihren Bags auftauchen. Das Testosterone steigt mit dem Morgennebel auf.

Vier Golfer am ersten Abschlag im Morgennebel
Kapitel II

Das Ei

Um zu verstehen, warum Golf ein erotisches Spiel ist, müssen wir uns dem kleinen, runden, meist weißen Objekt zuwenden, dessen einzige Aufgabe auf dieser Welt darin besteht, in einem kreisförmigen Loch im Boden zu verschwinden.

Wir nennen dieses Objekt fortan: das Ei.

Das Ei hat keine eigene Meinung. Es liegt herum, lässt sich schlagen, fliegt mal dorthin und mal ganz woanders hin, fällt in Wasser, steckt im Sand, verschwindet im Gebüsch und taucht manchmal nie wieder auf. In dieser Hinsicht ähnelt es frappierend dem menschlichen Schicksal. Ziel des Golfspiels ist es, dein Ei mit möglichst wenig Schlägen ins Loch zu bringen. Wer das zuerst schafft, hat gewonnen. So einfach ist das. Und so kompliziert.

Ein Golfball mit lächelndem Gesicht auf dem Fairway
Kapitel III

Evolution

Der Golfman benutzt einen Schläger, um das Ei voranzutreiben. Er treibt es, slicet es, hookt es, chippet es, shankt es und redet dabei mit ihm in einer Sprache, die man besser nicht in der Nähe von Kindern spricht. Das ist ein evolutionärer Rückfall in die Zeit, als der Knüppel dazu diente, dem Nachbarn den Schädel einzuschlagen, um zu verhindern, dass sein Ei das eigene Territorium bevölkert.

Die Zivilisation hat uns davon abgebracht. Mehr oder weniger. Man darf heute nur noch auf dem Golfplatz unkontrolliert mit Schläger herumfuchteln, ohne dass die Polizei kommt. Das ist einer der wenigen echten Vorteile der modernen Gesellschaft gegenüber dem Neandertaler.

Ein Neandertaler in Golfkleidung schwingt einen primitiven Schläger
Kapitel IV

Einschüchterung

Beobachte beim nächsten Mal, wie eine Gruppe Männer sich zum Golf-Abschlag aufstellt. Die Luft vibriert. Es ist dieselbe Energie wie vor einer Schlacht, nur dass diese Männer freiwillig hier sind und nachher noch Bier trinken werden. Sie schwingen ihre Schläger durch die Luft. Testen Flex und Gewicht. Deuten auf die Fahne in der Ferne.

Das ist keine Aufwärmübung. Das ist Kriegsmalerei ohne Farbe.

Sie lächeln. Sie klopfen sich auf die Schulter. Und während sie das tun, kalkulieren sie bereits den Handicap des anderen, die Güte seines Schwungs, die Marke seiner Schuhe. Auf dem Golfplatz gibt es keine Freundschaft. Es gibt nur temporäre Waffenstillstände.

Auf dem Golfplatz gibt es keine Freundschaft. Es gibt nur temporäre Waffenstillstände.
Kapitel V

Angriff

Eine der beliebtesten Angriffsstrategien ist der klassische „Meiner-ist-besser-als-deiner"-Ansatz. „Ich hab jetzt den neuen TaylorMade Qi10. Mit dem bin ich 30 Meter weiter als vorher." Was er nicht sagt: Er war vorher auch schon schlecht.

Worte sind Waffen. Auf dem Golfplatz tragen sie keine Klingen, aber sie treffen trotzdem. Der Golfer, der verbal angreift, versucht eigentlich gar nicht, seinen Gegner zu verunsichern. Er versucht, sich selbst zu überzeugen. Wer fest genug glaubt, er werde sein Ei dorthin bringen, wo er es haben will, der wird es dorthin bringen. Das weiß die Schlägerklingenindustrie. Deshalb baut sie lieber weiter an neuen Schlägerköpfen, als dieses Wissen öffentlich zu machen.

„Ich hab jetzt den neuen TaylorMade Qi10. Mit dem bin ich 30 Meter weiter als vorher." Was er nicht sagt: Er war vorher auch schon schlecht.
Kapitel VI

Ungelöste Konflikte

Erinnerst du dich an die Jungs aus der Schulzeit? Den Sportler, der immer als Erster gewählt wurde. Den Angeber mit dem Moped. Den, der dich beim Fußball immer vom Ball geschubst hat? Jetzt spielen sie Golf.

Der Golfplatz ist das Therapiezimmer des Mannes, der nie zur Therapie geht. Hier können alle alten Wunden aufgebracht und, wenn man Glück hat, endgültig geschlossen werden. Wer auf Loch 7 einen sauberen Birdieputt versenkt, nachdem ihn sein Mitspieler drei Löcher lang mit fadenscheinigen Regelzitaten genervt hat, der hat in diesem Moment mehr gewonnen als ein Birdie. Er hat sich selbst bewiesen, was er immer schon wusste.

Kapitel VII

Ermächtigung

Du wirst auf dem Golfplatz dem Sportler begegnen, dem Angeber, dem ewigen Konkurrenten. Keine Sorge. Die Zeit hat auch an ihnen gearbeitet, nicht nur an dir. Was sie früher hatten, haben sie heute in doppelter Dosis, aber du hast etwas, das du damals nicht hattest: Erfahrung. Die Befriedigung der Ermächtigung auf dem Golfplatz ist gewaltig. Vergiss nicht, deinen Schlägern, deinem Ei und deinem Putter dafür zu danken. Sie helfen dir dabei.

Der Golfplatz belohnt niemanden für das, was er früher war. Er belohnt nur den nächsten Schlag.

Der Golfplatz belohnt niemanden für das, was er früher war. Er belohnt nur den nächsten Schlag.
Kapitel VIII

Das Studium

Um sein Ei ins Loch zu bringen, muss der Golfman sich vorbereiten. Er studiert die Regeln. Er liest Bücher mit Titeln wie „Golf in 5 Tagen" und „Schlag wie ein Profi". Er kauft Trainingsvideos. Er folgt auf Instagram Coaches, die aussehen wie Surflehrer, aber Schwingtipps geben.

Dann geht er auf die Driving Range und schlägt Ei um Ei in die Weite. Ersatzeier, die ihm nichts bedeuten. Das ist Übung. Das ist Vorbereitung auf den Moment, in dem er sein eigenes Ei mit Absicht losschickt.

Irgendwann reicht das Lesen nicht mehr. Dann braucht er einen Lehrer. Jemanden, der ihm zeigt, wo er anfassen soll.

Kapitel IX

Ausrüstung

Irgendwann kommt der Moment, in dem sich der Golfman mit eigener Ausrüstung ausstatten muss. Er begibt sich auf eine Suche, die möglicherweise den Rest seines Lebens andauert: die Suche nach der perfekten Schlägerkombination.

Der Schlägermarkt ist der einzige Markt, auf dem Männer regelmäßig und ohne Scham Geld ausgeben, das sie eigentlich nicht haben, für Gegenstände, die sie eigentlich nicht brauchen, in der festen Überzeugung, dass das Neue besser wird als das Alte. Und dann stehen sie auf Tee 1, allein mit dem Schläger und dem Ei und dem Schweigen der anderen. Der Schwung beginnt. Der Wettkampf beginnt.

Kapitel X

Die Schläger

Sprechen wir über die verschiedenen Schläger und ihre Funktion. Denn Schläger sind nicht gleich Schläger. Jeder hat seine Aufgabe, seine Persönlichkeit, seinen Charakter. Wer das nicht glaubt, hat noch nie einen Schläger in Wut durch die Luft geworfen und dann beobachtet, wie er landet.

Ein guter Schläger ist wie ein guter Mitarbeiter. Du weißt, was du von ihm erwarten kannst. Du weißt, wann du ihn einsetzen sollst und wann lieber nicht.

Golfschläger als Familienfoto mit Persönlichkeiten
Kapitel XI

Der Holzschläger

Der Driver und seine Begleitschläger werden wir liebevoll als den Holzschläger bezeichnen, auch wenn er heute aus Titan, Carbon und Weltmarkenprestige besteht. Mit dem Holzschläger legt der Golfer fest, wie er das Ei dem Loch annähern will. Richtig eingesetzt, lässt er das Ei abheben, steigen und dem Ziel entgegenschweben, als ob die Physik heute mal ausnahmsweise mitspielen würde.

Wenn der Golfman seinen ersten eigenen Holzschläger in Händen hält, ist er erfüllt von einem Gefühl der Auserwählung. Dieser erste Schwung mit dem eigenen Schläger: ein Moment, der sich nicht wiederholt. Manche Männer behalten denselben Holzschläger ihr ganzes Golferleben. Die Vertrautheit gibt ihnen Sicherheit. Was sich verändert, ist nur ihre Fähigkeit, ihn zu benutzen.

Dieser erste Schwung mit dem eigenen Schläger: ein Moment, der sich nicht wiederholt.
Kapitel XII

Steh zu deinem Holzschläger

Manche Männer wechseln ihren Holzschläger mit der Leichtigkeit, mit der andere eine Zeitung kaufen. Kaum hören sie, dass draußen ein neues Modell ist, das angeblich 40 Meter weiter schlägt und dabei noch gerade, schon sind sie auf dem Weg zur Driving Range. Du erkennst diesen Typ auf dem Platz. Er hält seinen neuen Schläger, als hätte er gerade das Schwert Excalibur aus dem Stein gezogen.

Aber hier gilt eine der wichtigsten Golfregeln: Was für dich funktioniert, das benutze. Egal was die anderen sagen. Egal welche Zahlen die Werbung verspricht. Der beste Schläger ist der, mit dem du dein Ei dorthin bringst, wo du es haben willst.

Kapitel XIII

Die Eisen

Der Name „Eisen" steckt fast im Wort „Ironie". Das ist kein Zufall. Denn der typische Eisenschlag endet anders als geplant. Eisen sind die Mittelklasseschläger. Ihre Aufgabe ist es, das Ei nah genug ans Loch zu bringen, damit der Putter seinen Auftritt haben kann. Manchmal landet das Ei direkt im Loch. Das macht den Schützen für mindestens drei Stunden im Clubhaus zum König.

Die Eisen arbeiten am besten auf dem Fairway, wo man einen Divot schlägt. Ein Divot ist ein kleines Stück Grassode, das du dem Platz wegreißt. Du musst es ersetzen. Das Spiel besteht auch aus solchen kleinen Akten der Wiedergutmachung.

Kapitel XIV

Den Putter

Manche Männer haben eine Hassliebe zu ihrem Putter. Dabei gilt: Je früher ein Golfer lernt, seinen Putter als Teil seiner selbst zu akzeptieren und diesen Teil zu mögen, desto besser steht er da. Der Putter ist das Wichtigste, das er hat, wenn er nah am Loch ist.

Wer seinen Putter mit der richtigen Berührung und dem richtigen Tempo einsetzt, erhöht seine Gewinnchancen erheblich. Die Art, wie ein Golfer seinen Putter benutzt, sagt eine Menge über andere Bereiche seines Lebens aus. Das ist kein Gerücht. Das ist Beobachtung.

Die Art, wie ein Golfer seinen Putter benutzt, sagt eine Menge über andere Bereiche seines Lebens aus.
Kapitel XV

Das Vorspiel

Es ist unabdinglich, dass jeder Golfer die Kunst des Vorspiels beherrscht. Einfach hinzugehen und das Ei zu schlagen, ohne vorzuspielen, ist unfein. Das Vorspiel versichert gegen wilde Schläge nach links, genannt Hooks, nach rechts, genannt Slices, ins Wasser, in den Sand, in die Bäume und andere Hindernisse.

Manchmal bringt dich ein bisschen Vorspiel viel schneller ans Loch, als du ohne es hingekommen wärst. Das Vorspiel besteht aus der richtigen Ausrichtung, Visualisierung der Flugkurve, Routinecheck der Standfläche und einem Probeschwung. Wer ernsthaftes Vorspiel betreibt, muss auf dem Platz nicht mehr „Fore!" schreien.

Golfer beim ausgiebigen Vorspiel, Mitspieler warten ungeduldig
Kapitel XVI

Das Handicap

Um den Wettkampf für alle attraktiv zu machen und zu verhindern, dass Golfer frustriert aufhören und mehr Zeit mit ihren Familien verbringen, wurde das Handicap erfunden. Es gibt dem Golfman Hoffnung.

Das Handicap wird ermittelt, indem man die wiederholte Leistung eines Spielers bewertet und daraus Werte ableitet, im Wissen, dass nur göttliche Wesen ständig Par spielen. Er darf dann ein paar Fehler mit Amnestie machen. Das ist das Gnädigste, was das Regelbuch je hervorgebracht hat. Ohne das Handicap hätten wir alle schon längst aufgehört. Mit dem Handicap spielen wir weiter. Das allein sagt alles über seine psychologische Brillanz.

Ohne das Handicap hätten wir alle schon längst aufgehört. Mit dem Handicap spielen wir weiter.
Kapitel XVII

Der Choke

Eine der ungeschriebenen Gesetze des Golfs besagt, dass im Leben jedes Golfers irgendwann der Choke kommt. Der Putter weigert sich, sein Verbündeter zu sein, und scheint sich auf die Seite derer zu stellen, die alles tun, um sein Ei vor den anderen einzulochen. Je mehr er versucht, den Putter dazu zu bringen, was er von ihm will, desto mehr scheint er ihn zu verraten.

Die Mitspieler helfen nicht. Vor ihnen wird der Choke schlimmer. Sie glauben, dass sie durch Sticheleien gegen den Choke ihre eigene Immunität stärken. Wie Haie, die das Blut eines verletzten Artgenossen wittern.

Zitternde Hände über einem kurzen Putt, Loch erscheint riesig
Kapitel XVIII

Der Mega-Choke

Der Choke kann sich zum Mega-Choke steigern. Dann erlebt der Golfer so extreme Panik, dass seine Hände zittern, wenn er nach dem Putter greift. Merkwürdigerweise ziehen sich die anderen Golfmänner dann zurück und lassen den Betroffenen allein heilen. Sie spüren, dass der Mega-Choke sie jederzeit selbst treffen könnte.

Es gibt keine Heilung durch Willensstärke allein. Es gibt nur das Durchstehen. Und die stille Erkenntnis, dass auch das zum Spiel gehört. Vielleicht sogar zum wichtigsten Teil des Spiels.

Kapitel XIX

Das Grün

Auf dem Grün wechselt das Spiel in eine andere Dimension. Hier kann der Golfman sich wirklich profilieren. Er kann seine Klasse mit dem Putter beweisen.

Da steht er nun mit seinem Ei auf dem Grün, hat alle Emotionen durchlebt, von Freude bis Niedergeschlagenheit. Endlich liegt sein Ei in Schlagweite des Lochs. Es gilt, das Ei mit Würde ins Loch zu bringen. Denn Golf ist ein Spiel für Gentlemen und gute Verlierer. Es ist aber auch ein Spiel, bei dem Männer miteinander wetteifern. Die Spannung auf dem Grün ist mit dem Messer zu schneiden.

Das Grün liegt wartend da. Das Loch lockt. Der Putter ist bereit. Wie eine schöne Landschaft muss das Grün mit Feingefühl angenähert werden. Das ist der Moment der Wahrheit.

Golfer liest das Grün mit übertriebener Intensität
Das Grün liegt wartend da. Das Loch lockt. Der Putter ist bereit.
Kapitel XX

Einstellung

Wir kommen auf den Platz mit einer Tasche voller Schläger, zwei Armen, zwei Beinen, einem Körper, einem Kopf mit einem Gehirn darin und einer Einstellung. Wenn alles andere stimmt, entscheidet die Einstellung darüber, ob wir gewinnen. Die Einstellung hält die Kraft da, wo sie hingehört: in dir. Oder sie lässt sie nach außen, wo andere sie gegen dich verwenden können.

Golf gibt uns die Möglichkeit, zu beobachten, wozu unser Geist und unser Körper fähig sind. Deshalb kommen wir immer wieder. Was wir über uns selbst lernen, nehmen wir mit ins Büro, ins Geschäft und nach Hause.

Kapitel XXI

Grenzenlose Kraft

Der Geist ist zu grenzenloser Kraft fähig. Kraft ist erotisch. Wenn du lernst, an dich und deine Fähigkeiten zu glauben, gibt es nichts, was dich blockiert. Auf dem Golfplatz oder anderswo.

Es ist nicht dieser Schlag, den du gerade gemacht hast, ob er gut oder schlecht war, was zählt. Es ist deine Wahrnehmung dieses Schlags und wie sie dich beeinflusst. Was du über deinen nächsten Schlag glaubst, und den danach, das wird dein Ergebnis am Ende des Tages bestimmen. Lass das kurz sacken. Dann schlag.

Kraft ist erotisch.
Kapitel XXII

Der Profi

Der Golfman kann sein Ei stellvertretend einem anderen übertragen: einem Golfprofi. Scharen von Menschen versammeln sich, um diesen Männern zuzusehen, wie sie das Ei mit verblüffender Präzision ins Loch bringen. Hier erreicht die Erotik des Golfs ihren Höhepunkt. Diese Männer studieren den Platz und dann verführen sie ihn.

Der Golfer wählt sich meist einen Profi, von dem er meint, dass er Eigenschaften hat, die er selbst besitzt oder gerne besitzen würde. Einmal gewählt, folgt er der Karriere seines Gurus, schaut ihm im Fernsehen zu und versucht zu lernen, wie dieser das Ei nach seiner Methode ins Loch bringt.

Kapitel XXIII

Zu bezwingende Löcher

Der Golfman lebt den Nervenkitzel des Profispiels mit, als wäre er selbst dabei. „Das Ei liegt auf dem Grün", sagt der Kommentator. „Er puttet auf Birdie... ER MACHT ES!" Das Publikum jubelt, und unser Golfman weiß, er hat gut gewählt.

Er kann es kaum erwarten, selbst auf den Platz zu gehen und seinen Helden zu imitieren. Es gibt Löcher zu bezwingen, und er ist bereit. Er fühlt sich wie der größte Golfman, der je gelebt hat. Und wenn er genug an sich glaubt, besteht immer die Möglichkeit, dass er recht hat. Das ist der Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Und Träume können wahr werden.

Kapitel XXIV

Das Gehirn

Ob er es weiß oder nicht: Unser Golfman hat alle Hilfe, die er braucht, direkt unter seinem Hut.

Das menschliche Gehirn kann Informationen verarbeiten und speichern, für die ein Computer so groß wie das Bundesland Hessen nötig wäre. Es ist ein Kraftzentrum, das zu unbegrenzt erotischen Überlebenstrieben fähig ist, die den Organismus am Leben und vital erhalten.

Dieses Rechenzentrum kann jeden Grashalm auf dem Grün lesen. Es kennt jede Unebenheit, jede Neigung und weiß genau, welche Geschwindigkeit das Ei ins Loch bringt. Vertrau ihm, und du wirst ermächtigt. Kraft ist erotisch. Und Golf ist ein sehr erotisches Spiel.

Vertrau ihm, und du wirst ermächtigt. Kraft ist erotisch. Und Golf ist ein sehr erotisches Spiel.

Finis

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Thoka Media Golfer-Portrait

Über den Autor

Thoka Media

Thoka Media ist das kreative Studio hinter diesem Essay und hinter den bekannten Murphy's Golfgesetzen. Mit einem Augenzwinkern und tiefer Kenntnis des Spiels beleuchtet Thoka Media die absurden, schönen und zutiefst menschlichen Seiten des Golfsports.

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